WAS BLEIBT

Um die Gegenwart zu verstehen, muss man die Vergangenheit kennen.

Mehrere Millionen Menschen kamen durch den nationalsozialistischen Völkermord ums Leben, wenige überlebten schwer traumatisiert. Wie kann man sich vorstellen, das sie erlitten? Und was macht man mit dem Wissen, dass die eigene Mutter in Auschwitz und in Ravensbrück interniert war? Oder die Großmutter?
 

Leben, um davon zu erzählen

Erna de Vries geht mit ihrer Mutter auf Transport nach Auschwitz, in der Hoffnung, sie schützen zu können. Als sie nach Ravensbrück überstellt wird, sieht sie ihre Mutter zum letzten Mal und gibt ihr das Versprechen, von dem erlebten Grauen zu erzählen. Das tut sie bis heute in Schulen und anderen Orten. Sowohl ihre Tochter Ruth wie ihre Enkelin Rebecca sehen es als Familienaufgabe, die Geschichte weiter zu tragen. Ruth ist jedoch schmerzlich bewusst, dass sie trotzdem ihrer Mutter nie helfen können wird, mit dem Erlebten fertig zu werden.

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3342 Frauen – so viele wurden im KZ Ravensbrück zu Aufseherinnen ausgebildet. Was waren das für Frauen, fragt man sich. Und was macht man mit dem Wissen, dass die eigene Mutter eine Aufseherin in Ravensbrück war? Oder die Mutter der Mutter?
 

Auf der Suche

Erst als Jugendliche erfährt Dietlinde, dass die Frau, die sie aufzog, nicht ihre leibliche Mutter, sondern ihre Tante ist. Durch Nachforschungen in den 80er Jahren erfährt sie, dass ihre Mutter KZ-Aufseherin war. Bis heute versucht sie herauszufinden, was für ein Mensch ihre Mutter gewesen ist. Sie kann nicht aufhören, obwohl sie weiß, dass der Schmerz schlimmer wird, je mehr sie sich damit beschäftigt. Vielleicht auch deswegen ist Eva, Dietlindes Tochter, viel distanzierter gegenüber ihrer Familiengeschichte und lässt nur manchmal die Angst zu, eine erbliche Vorbelastung, eine brutale Härte zu haben.

 

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WAS BLEIBT

Deuschland 2008. Länge: 58 Min. Aspect Ratio: 16:9. Sprache: Deutsch. Untertitel: Englisch. Formate: DVD Region 0, PAL


Konzept & Regie: Gesa Knolle & Birthe Templin. Kamera: Yoliswa Gärtig & Rasmus Sievers. Montage: Sabine Strunk. Ton: Matthias Borchfeldt & Patrick Jantke. Sounddesign & Mischung: Immo Trümpelmann. Komposition: Petros Michalas. Titeldesign: Ilona Fritzsche. Übersetzung: Jerry Gagelman. Presse & Marketing: Petra Wille. Produktion: Silvia Loinjak